Orient

Es war einmal im Orient…

Zu den wohl bekanntesten Sammlungen der orientalischen Märchenkultur gehören die Geschichten der „1001 Nacht“.
In Europa wird diese Sammlung oft mit dem Begriff der „orientalischen Märchen“ gleichgesetzt.
Hierbei gilt es jedoch zwei wichtige Dinge zu beachten:

  1. Die Sammlung „1001  Nacht“ ist lediglich ein berühmter Teil der orientalischen Märchenkultur, es gibt jedoch noch viele weitere Märchen, welche nicht zu dieser Sammlung, jedoch zu den orientalischen Märchen gehören.
  2.  Einige Geschichten der  „1001 Nacht“ sind streng genommen keine Märchen. Oftmals handeln die Geschichten von Erotik, ausgedrückt in blümchenhafter Sprache, oder wirken eher wie historische Erzählungen. Beides sind aus europäisch, literarischer Sicht keine typischen Merkmale für das Genre des Märchens.

Dennoch ist es unerlässlich, dieses große orientalische Werk der „1001 Nacht“ näher zu beleuchten:
Es handelt sich um eine Sammlung von größtenteils nahöstlichen und indischen Geschichten ungewisser Herkunft, welche keinem klaren Autor zugeordnet werden können. Erzählungen wie Aladin und die Wunderlampe oder Ali Baba und die vierzig Räuber gehören hierbei zu den beliebtesten und bekanntesten Märchen der Sammlung. Die Geschichten sind Teil der westlichen Folklore geworden, obwohl sie erst im 18. Jahrhundert in europäischen Adaptionen in die Sammlung aufgenommen wurden.

Oftmals handeln sie von armen Menschen, die es mithilfe von Begabung und Glück schaffen, sozial aufzusteigen. Magische Gestalten und Elemente wie (Flaschen-)Geister, Zauberer und fliegende Teppiche sind ebenfalls häufig Teil der Erzählungen. Die Machthaber in orientalischen Märchen sind im Gegensatz zu deutschen Märchen keine Könige, sondern  sogenannte „Kalife“.

Rahmengeschichte

Die Geschichten der „1001 Nacht“ werden in eine Rahmengeschichte eingebettet:
In dieser geht es um den König Shahryar in Zentralasien, welcher bemerkt, dass ihm seine Frau regelmäßig untreu ist. Daraufhin lässt er sie und jeden Mann, mit dem sie ihn betrogen hat, töten. In seinem Hass, weist er seinen Wesir an, ihm jeden Tag eine neue Frau zu bringen, welche er heiratet und dann am nächsten Morgen töten lässt. Schahrazad, eine der zwei Töchter des Wesirs überlegt sich nun eine List, um sich selbst und alle weiteren Frauen vor Shahryar zu beschützen und besteht darauf, mit dem König vermählt zu werden. Von dem Tag ihrer Hochzeit an erzählt sie dem König jeden Abend eine neue Geschichte (die Geschichten aus 1001 Nacht), unterbricht diese jedoch immer im Morgengrauen an einer spannenden Stelle und verspricht ihm, sie in der nächsten Nacht zu beenden.
Die Geschichten sind so unterhaltsam und der König so neugierig auf ihren Ausgang, dass er die Hinrichtung Schahrazad´s von Tag zu Tag aufschiebt und schlussendlich seinen grausamen Plan aufgibt.

Klassische orientalische Märchen

Hier ein paar der bekanntesten  orientalischen Märchen und Geschichten aus „1001 Nacht“:

  • Ali Baba und die vierzig Räuber
  • Aladin und die Wunderlampe
  • Zwerg Nase
  • Der kleine Muck
  • Die Geschichte vom Fischer, der eine Flasche fand
  • Der Kaufmann und der Dschinni

Falls ihr mehr Interesse an Märchen aus „1001-Nacht“ habt, schaut doch gerne mal auf dieser Seite vorbei.

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